Nicht einmal auf die einfache Frage „Wie alt bist du?“ gibt es eine einfache Antwort, sondern viele verschiedene. Selbst das kalendarische Alter verhält sich nicht so einfach, wie wir denken. Es ist absolut und unbestreitbar – und doch in gewisser Hinsicht eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Auch das existenzielle Alter ist eine höchstpersönliche Angelegenheit, über die wir dringend nachdenken und reden sollten. Das beschäftigt nicht nur euch in diesem Podcast, sondern auch die Gerichte: ist das Alter ein objektiver Fakt oder eine Konvention?
Ausgewählte Literatur:
Nowotny (1993): Eigenzeit.
Blumenberg (2001): Lebenszeit und Weltzeit.
Lang/Carstensen (2002): Time counts. Future time perspective, goals, and social relationships.
Knell/Weber (2009): Länger Leben? Philosophische und biowissenschaftliche Perspektiven.
Falls ihr mich unterstützen wollt, könnt ihr das gerne über Paypal https://paypal.me/alterwasgeht oder Patreon.com https://www.patreon.com/alterwasgeht machen 🙂
Alt und Jung war um 1900 eine scharfe Debatte, bei der die Jugend mal Aufbruch, mal Ausbruch war – der fortschrittliche Aufbruch in die Zukunft oder der romantische Ausbruch aus der Zivilisation. Wir hören von einem Protagonisten der Weihnachtsgeschichte, der neben der Entmachtung der Alten noch das Ende des Patriarchats einleitete, und sprechen darüber, warum das Kaffeekränzchen der Kitt sein könnte, den die Nation braucht – über alle Generationen hinweg.
Ausgewählte Quellen:
Göckenjan, Gerd (2000): Das Alter würdigen.
Gutsfeld, Andreas (2009): Das schwache Alter – die Alten in den Rechtsquellen der Prinzipatszeit.
Heine, Mathias (2021): Krass: 500 Jahre deutsche Jugendsprache.
Trentmann, Frank (2018): Herrschaft der Dinge.
Wagner-Hasel, Beate (2012): Alter in der Antike. Eine Kulturgeschichte.
Heute geht es um das Alter von Tieren – was ist ihr Geheimnis für ein langes Leben und wie gehen sie mit dem Alter und ihren alten Artgenossen um? Das Herz am rechten Fleck und vor allem im rechten Takt ist ein wichtiger Schritt. Ihr erfahrt auch, warum man sich lieber eine Möwe als eine Katze zulegen sollte, was alte Schimpansinnen besonders attraktiv macht und warum wir uns – auch vom Alter – besser nicht aus der Ruhe bringen lassen sollten.
Die Grafiken zur Mondlandung findet ihr hier: https://www.latimes.com/projects/la-sci-apollo-11-mission-as-measured-by-heartbeats/
Andere wichtige Quellen:
Dagg, A. (2009): The Social Behaviour of Older Animals.
Rensing / Rippe (2014): Altern.
Jensen et al. (2013): Elevated resting heart rate, physical fitness and all-cause mortality: a 16-year follow-up in the Copenhagen Male Study
Heute geht es um Göttliches und um Komödien: ihr erfahrt, worauf man bei der Arbeit als Seher achten sollte und ob ein hohes Alter eine notwendige Qualifikation ist. Außerdem entlocken wir den Komödien Informationen über den Lebensalltag alter Menschen und widmen uns einem zeitlosen Thema: der Lust.
Wichtige Quellen:
Fischer, Josef (2020): Im nutzlosen Abschnitt des Lebens?, in: Antike Welt 2/20.
Garland, Robert (1993): The Greek way of life. From conception to old age. Cornell Univ. Press.
Timmer, Jan (2008): Altersgrenzen politischer Partizipation in antiken Gesellschaften. Berlin: Verl. Antike.
Die erste Folge von „Alter, was geht?“ führt euch an einen sonnigen Ort der Vergangenheit, der als hervorragende Altersresidenz gilt. Ihr werdet aber auch sehen, warum ihr älteren Verwandten oder Freunden – zumindest wenn ihr sie mögt – die Zeitreise nur sehr eingeschränkt empfehlen könnt. Ihr erfahrt, warum das Verhältnis der Menschen zum Alter nicht erst in der Moderne, sondern wirklich von Anfang konfliktbeladen war, und warum die alten Griechen auf die Anrede „Ey Alter“ sicherlich gereizt reagiert hätten.
Ausgewählte wichtige Quellen:
Baltrusch (2009): An den Rand gedrängt. [insbesondere für die Grundpositionen]
Brandt, Hartwin (2002): Wird silbern auch mein Haar.
Göckenjan, Gerd (2000): Das Alter würdigen.
Gutsfeld/Schmitz (2009): Altersbilder in der Antike.
Wagner-Hasel (2012): Alter in der Antike.